Hintergrund

Situation indigener Völker weltweit

Ob im Regenwald, im Hochgebirge, auf Inseln, in der Wüste oder Arktis: Indigene Völker, die ihre Lebensweisen, Traditionen, Sprachen, Glaubenssysteme und Werte über Hunderte und Tausende von Jahren diesen fragilen Ökosystemen angepasst haben, geraten immer stärker unter Druck. Auswirkungen der Kolonialisierung und Globalisierung als auch die Zerstörung ihrer natürlichen Lebensgrundlagen bedrohen das Fortbestehen dieser einzigartigen Kulturgemeinschaften.

Diskriminierung und Marginalisierung führen zu einem erschwerten Zugang zu Bildung, Gesundheit und politischen Gestaltungsprozessen und behindern die Weitergabe indigenen Wissens.

Insbesondere Jugendliche fühlen sich oft zwischen den Welten zerrissen und erfahren vermehrt Isolation, Frustration und Ohnmacht. Die Zerrüttung lange gewachsener Sozialstrukturen und mangelndes Vertrauen in ihre eigenen Kräfte schwächt die indigenen Gruppen, mit diesen Bedrohungen adäquat umzugehen.

 

Bild: Indigene Jugendliche der nordischen Völker Sibiriens am Lagerfeuer.